Die Krippe in St. Ursula

In der Krippenvitrine im östlichen Querschiff werden Krippen-Szenen gezeigt, die etwa alle sechs Wochen wechseln. Vom 1. Advent bis Ende Januar ist die Osterrieder-Krippe zu sehen mit orientalischen Figuren von Sebastian Osterrieder. Von Lichtmess (2. Februar) bis Christkönig (Ende November) sind gemäß dem Kirchenjahr Szenen der Jahreskrippe zu sehen.

Aktuelle Szene

Fußwaschung vor dem letzten Abendmahl

Osterrieder-Krippe

Der Krippenkünstler Sebastian Osterrieder (1864-1932) hatte sein Schwabinger Atelier in der Clemensstraße nahe Sankt Ursula. In seiner Pfarrkirche  soll er erstmals zu Weihnachten 1922 eine Szene aufgestellt haben. Die Kirchenverwaltung erwarb 1924 die Darstellungen „Geburt Christi“ und „Anbetung der Könige“ sowie etwas später „Das Haus von Nazareth“. Zum Bestand gehören 45 Osterrieder-Figuren, die zwischen 2008 und 2011 fachgerecht restauriert wurden, sowie massive Holzhäuser aus der Osterrieder-Werkstatt. Gezeigt werden zwischen dem 1. Advent und Ende Januar wechselnde Szenen: die Verkündigung, der Traum des Josef, die Rast der Könige, die Herbergssuche, die Geburt mit Hirten, die Anbetung der Könige, die Flucht nach Ägypten. Hinzu kommt eine Sommer-Szene mit Osterrieder-Figuren: das Haus von Nazareth oder der Gute Hirte oder die Brautsuche des Isaak.

Besondere Attraktion an Weihnachten ist ein einzuwechselnder Nachthimmel, der mittels winziger Lichtpunkte aus Glasfaser-Kabel die Konstellation der Gestirne zu der Zeit von Christi Geburt im Heiligen Land zeigt.

Jahreskrippe

Wohl nach 1950 erwarb die Gemeinde rund zwanzig geschnitzte und orientalisch bekleidete Figuren mit Drahtgelenken, geeignet für eine Jahreskrippe – der Künstler ist ebenso unbekannt wie die damaligen Krippenbauer. In den 1960er Jahren hat Elisabeth Andessner (1888-1976), „Oberhortnerin“ der Pfarrei, mit ihren eigenen Wachs-Figuren Szenen in einem Beichtstuhl aufgestellt. Schließlich zimmerte ein Unbekannter eine Vitrine, die derzeit im östlichen Querschiff steht. Die Bühne hat eine Breite von 1,80 Metern und eine Tiefe von nur einem Meter.

Seit Januar 2007 zeigt die Jahreskrippe zwischen Lichtmess (2. Februar) und Christkönig (Ende November) Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie aus Heiligenlegenden. Dafür wurden die zwanzig bekleideten Holz-Figuren hergerichtet und der Bestand durch günstige Ankäufe auf rund fünfzig Figuren erweitert. Die vorhandene Kulisse eines unbekannten Malers wurde links und rechts fortgesetzt und darüber ein Taghimmel gemalt. Die Aufstellung der Figuren ist zuweilen inspiriert von Gemälden der Kunstgeschichte. Immer wird in einem Aushang die jeweilige Geschichte kindgemäß nacherzählt.

Szenen-Archiv

Das Team der Homepage arbeitet mit Hochdruck daran, das Krippenarchiv baldmöglichst auf der Internetseite zu integrieren. Bis dahin finden Sie eine Übersicht der Krippendarstellung auf der Homepage unserer Krippenbauerin, Annette Krauß.

Klicken Sie dazu hier: http://www.annette-krauss.de/index.php?page=krippe